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Klapp-Handys
Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Mobiltelefon zuzulegen, hat einige Überlegungen anzustellen. Welchen Provider wähle ich, bin ich Viel- Wenig- oder Gelegenheitstelefonierer, brauche ich einen Festvertrag oder reicht mir auch eine Prepaidkarte? All das sind Dinge, die vor einem Handykauf gründlich durchdacht werden müssen.
Und nicht zuletzt die vermeintlich wichtigste Frage: Welche Art von Handy soll es denn überhaupt sein? Im Allgemeinen werden Mobiltelefone nach ihren drei grundlegenden Bauartmerkmalen unterschieden. Da gibt es zum einen die sogenannten Candybars, es gibt Slider und nicht zuletzt die Klapphandys. Klapp-Handys werden all jene Typen bezeichnet, die zum Telefonieren erst aufgeklappt werden müssen. Und genau um diese Art der Mobiltelefone soll es im Folgenden auch gehen.
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Wie alles begann:
Die ersten Mobiltelefone, die über ein Klappdisplay verfügten, wurden bereits Mitte der 90er Jahre von Motorola, einer japanischen Elektronikfirma, hergestellt. Ein Gerät mit dem wundersamen und an Science-Fiction Filme erinnernden Namen StarTAC sollte damals den Weltmarkt erobern. Aber aufgrund der recht schlechten und klapprigen Verarbeitung und der sehr unzuverlässigen elektrischen Verbindung zwischen Gerät und Displayklappe konnte sich das StarTAC in Europa nicht durchsetzen. In Japan und den USA hingegen sind die Klapphandys seit der Markteinführung durch Motorola sehr beliebt und bilden die vorherrschende Variante am Markt. Im Zuge von massiven Werbekampagnen und dem zunehmenden Hang der jungen Zielgruppe zu Mode und Design wird diese Art von Handys auch in Europa langsam aber sicher immer beliebter.
Vorteile und Nachteile:
Der Name Klapp-Handy fasst heute im deutschsprachigen Raum alle Mobiltelefone zusammen, bei denen das Display auf die Tastatur geklappt wird. Im englischen Sprachgebrauch wird diese Art Handys clamshell genannt (clamshell, engl. für Muschelschale), da sie im geöffneten Zustand an eine aufgeklappte Muschel erinnern. Der große Vorteil dieser Bauart ist es, dass ein relativ großes Display entsprechend platzsparend in ein vergleichsweise kleines Gehäuse integriert werden kann und erst nach dem Aufklappen das Mobiltelefon seine ganze Größe entfaltet. Neben dem schicken Design derartiger Klapphandys ist auch die automatische Tastatursperre ein weiterer Kaufanreiz. Eine versehentliche Betätigung der Tasten oder gar ein Anruf durch unbeabsichtigtes Drücken der Wahlwiederholungstaste ist durch die Klappfunktion ausgeschlossen. Die Tastatursperre wird nämlich bei derartigen Handys meist bereits durch das Zuklappen des Displays automatisch aktiviert. Viele der neueren Handys haben ein zweites Außendisplay und gleichen damit einen weit verbreiteten Nachteil dieser Bauart aus – nämlich den, dass man bei zugeklapptem Gerät nichts sehen kann. Durch das Außendisplay jedoch, lassen sich viele wichtige und nützliche Informationen wie entgangene Anrufe, empfangene SMS oder der Ladezustand des Akkus sehen. Zusammenfassend lässt sich also feststellen: Ein Klapphandy verfügt über einen hervorragenden Displayschutz, eine einfache Tastensperre und wirkt durch sein trendiges Design schick und jugendlich.
Aber wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Auch die Nachteile dieser Bauartform sollen hier nicht verschwiegen werden. Der größte Nachteil ist dabei sicher die Größe. Auch wenn moderne Klapphandys mittlerweile nicht mehr die Dimensionen eines StarTAC haben, sind sie doch größer als die traditionellen Candybar Handys und vor allem auch wesentlich dicker. Aufgrund der vielen verwendeten Bauteile und Scharniere sind die Klapp-Handys meist auch empfindlicher gegen Stöße und Erschütterungen. Auch häufiges Auf- und Zuklappen des Displays kann zu Materialermüdung führen. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass jedes Gerät zum Telefonieren immer aufgeklappt werden muss und man eigentlich immer zwei Hände zur Bedienung braucht, gilt als größtes Hindernis für den Siegeszug der Klapphandys.
