Mobilfunknetze
In Deutschland werden von den Anbietern T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus vier Mobilfunknetze betrieben, die allerdings signifikante Qualitätsunterschiede aufweisen. Zwar handelt es sich bei allen vier Netzen um UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) Netze, aber hinsichtlich der Ausbaustufe und der Netzabdeckung weisen sie deutliche Unterschiede auf.
Auch die Pläne für den weiteren Ausbau der Mobilfunknetze in der nahen Zukunft unterscheiden sich deutlich und werden bereits im Jahr 2010 voraussichtlich die bestehenden Unterschiede deutlich vergrößern. Auch auf dem Mobilfunkmarkt wird damit zunehmend eine Trennung zwischen Premium Anbietern und Billiganbietern sichtbar.
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UMTS ist nicht gleich UMTS
Seit UMTS im Jahr 2000 mit der Versteigerung der benötigen Funkfrequenzen in Deutschland eingeführt wurde, ist dieser Begriff umgangssprachlich nahezu zum Synonym für „Mobilfunk“ geworden. Tatsächlich haben alle vier Netzbetreiber auf diese Technik gesetzt, aber nur T-Mobile und Vodafone haben Ihre Mobilfunknetze flächendeckend auf UMTS umgestellt, während die Netze der beiden kleineren Anbieter noch Abdeckungslücken aufweisen, innerhalb derer nur ältere Standards genutzt werden können. Aber selbst in den dicht besiedelten Ballungsräumen, in denen alle Anbieter auf UMTS aufgerüstet haben, werden verschiedene Standards genutzt. Während die beiden großen Anbieter nahezu flächendeckend HSDPA (High Speed Downlink Packet Access) implementiert haben, wird dies von den kleineren Anbietern nur vereinzelt angeboten. Bei HSDPA handelt es sich um eine Technik, die Downloads aus dem Internet deutlich beschleunigt, ungefähr zwanzig mal höhere Bandbreiten als bei herkömmlichen UMTS sind erreichbar.
Zukunft der Mobilfunknetze
Die Netzbetreiber haben sich mittlerweile festgelegt, auf welche Techniken sie zukünftig setzen werden. O2 hat sich für die neueste UMTS Variante entschieden und wird auf HSDPA+ setzen. Diese neue Version von HSDPA ermöglicht Downloads mit bis zu 28 MBit pro Sekunde. T-mobile und Vodafone wollen UMTS ganz aufgeben und setzen auf den Standard LTE (Long Term Evolution), der bereits in der Basisversion 100 MBit pro Sekunde ermöglicht. E-Plus plant ebenfalls die Einstellung von UMTS, will aber auf ältere Standards zurück gehen und sich damit gezielt an Kunden richten, die mobil nur telefonieren und gelegentlich einige Informationen im Internet suchen möchten: Eine Mobilfunk Grundversorgung zu deutlich günstigeren Preisen soll im E-Plus-Mobilfunknetz angeboten werden.
